[Auftrag] Latias + Latios – der Teufel steckt im Detail

Hach ja, gefühlt dauerte dieser Auftrag ewig. Runtergerechnet auf die eigentlichen Arbeitsstunden, ergibt sich ein anderes Bild. So oder so, als die Arbeiten begannen, dachte ich wirklich das es keine Probleme geben würde. Immerhin schien, unter Berücksichtigung der gezeichneten Vorlagen und bereits bestehender Kuscheltiere, kein komplexes Schnittmuster erforderlich. Tja, falsch gedacht. Der Teufel steckt eben doch im Detail. Zu Beginn möchte ich euch deswegen einige Fehlversuche präsentieren.

Die Armöffnung

Mein Irrweg begann mit dem Körper selbst. Mein erster Tipp an der Stelle: Geht eure Schnittmuster zu Beginn komplett durch. Verlasst euch nicht darauf das es der weitere Verlauf richten wird. Ich habe genau das nicht gemacht und dafür bezahlt. Im Fall von Latias und Latios wurde meinerseits die Armöffnung nicht bedacht. Ist der Grundkörper erstmal gestopft, ist es umso komplizierte Details anzubringen.

Ich unternahm mehrere Versuche, um dennoch zum Ziel zu gelangen:
– Loch für den Arm nachträglich einschneiden, Armöffnung separat nähen und auf den Körper anbringen.
– Den Körper neu nähen und das Loch vorher reinschneiden, wieder gescheitert.
– Körper ein drittes Mal genäht, Konzept der Armöffnung verändert und endlich das richtige Ergebnis.

Die Armbeuge

Da ich das Schnittmuster diesmal vor Beginn der Arbeiten nicht komplett entwickelte, kam es beim Rest der Arme ebenfalls zu Problemen. Mein Tipp für euch: Sucht euch entsprechende Vorlage raus. Betrachtet den Charakter aus jedem Winkel. Nutzt verschiedene Darstellungsformen. Fragt im Zweifelsfall andere, seien es Künstler oder eure Bewunderer. Glaubt mir, es erleichtert euch die Arbeit und erspart Frust.

Mein Weg zum späteren Ergebnis:
– Ärmchen zunächst ohne Winkel angenäht. Ergebnis jedoch zu abstehend.
– Winkel geändert und 2 weitere Versuche für das perfekte Ergebnis benötigt.

Übrigens klappte zumindest die Hand beim ersten Versuch. Ich musste lediglich den Verschluss versetzen.

Die Flügel

Wie sollte es anders sein, natürlich dachten die Flügel nicht daran gleich zu gelingen. Mein Tipp für diesen Abschnitt: Testet, testet, testet. Probiert vorher an einem Beispiel aus was funktioniert und was nicht. Nutzt Klebestreifen, um das Schnittmuster am Körper selbst zu modellieren. Nutzt alles was euch hilft Fehlversuche zu umgehen. Ich habe es nicht gemacht und dafür die Quittung bekommen.

Mein Weg zum späteren Ergebnis:
– Der Hautüberzug musste durch die Anfangsproblem im Armbereich mehrfach angepasst werden. Die erste Variante passte am Ende nicht.
– Die Flügel waren, nur mit Filz ausgelegt, zu schlapp und nicht sonderlich dünn.
– Das zunächst angedachte Drahtgestell war so nicht fixierbar.
– Ein Mix aus Filz und Draht unter Einbeziehung des Rückens, stellte sich als ideale Lösung heraus.

Der Kopf

Der wohl entspannteste Part des gesamten Projektes. Hier funktionierte so ziemlich alles von Beginn an, zumindest im Vergleich zu den anderen Abschnitten.

Mein Weg zum späteren Ergebnis:
– Der Hals wurde 2x gekürzt, um die Proportionen einhalten zu können.
– Das „Zeichen“ auf dem Kopf von Latias war beim Erstversuch zu klein.
– Die Pupillen wurden beim 2. Nähversuch geändert, um den Froschanblick von vorn zu minimieren.
– Die Stopfung wurde beim 2. Versuch geändert, um eine Verzehrung der Nähte zu umgehen.

Die fertigen Kuscheltiere – Gruppenbilder

Die fertigen Kuscheltiere – Latias

Die fertigen Kuscheltiere – Latios

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