[OnTour][Workshop] Sakana Matsuri 2018 – Luxusproblem Platz

Die Sakana Matsuri (HP) ist eine süße, kleine Con im Metronom in Berlin Tegel, die besonders denen entgegen kommt, die sich auf großen Events eher verloren fühlen. Auf ein Gebäude beschränkt und auf 3 Ebenen verteilt, wird hier einiges geboten. Dieses Jahr gab es unter anderem ein tolles Bühnenprogramm, Karaoke, verschiedene Workshops, Händler und Zeichner, erstmalig Shirtdruck mit dem Logo der Sakana, DDR-Dance und Light Painting. Kulinarisch wurde der geneigte Besucher durch die tollen Maids und Hosts von Sweet Heaven mit süßen Leckereien versorgt, herzhaft bei den japanischen Hausfrauen oder aber via kleinen Snacks direkt über den Imbiss der Sakana selbst.

Ich selbst besuchte die Con als Aussteller und Workshopleiter. Für mich persönlich meine mittlerweile 4. Sakana Matsuri. Die Con selbst gibt es zwar seit 2014, jedoch setzte ich 1 Jahr aus, genauer gesagt 2017. Bevor ich also zur diesjährigen Ausgabe komme, hier ein kleiner Vergleich meines Standes von 2014-2016. Den Bericht zur Erstausgabe 2014 findet ihr hier.



Egal, welches Jahr, die Sakana Matsuri (FB) ist und bleibt eher klein. Zwischendrin gab es zwar Veränderungen durch die Mitnutzung des Nebengebäudes, was jedoch, so mein Eindruck nicht gut ankam und nach 2 Jahren wieder verworfen wurde. Ich empfinde jedoch diesen kleinen Rahmen genau richtig. Andernfalls müsste die Sakana, wie viele andere Cons, ständig neue Locations suchen und mit anderen Kostenaufstellungen arbeiten.

Apropos Kosten, der Eintrittspreis für den regulären Besucher belief sich dieses  Jahr auf 9 €. Ich selbst benötigte durch meinen Stand zwar keine Eintrittskarte, empfinde die 9 € dennoch als zu viel. Die Con liegt, je nachdem wo man wohnt, nicht gerade um die Ecke. Zumindest ist man als Besucher recht schnell durch und die Umgebung bietet angesichts der Jahreszeit begrenzte Zusatzoptionen (generell begrenzt). Einen Teil der Besucher schreckte genau dieser Eintrittspreis ab. Es wäre also zu überlegen, ob nächstes Jahr eine Änderung Sinn machen würde. Ich möchte jedoch dennoch nicht unerwähnt lassen, dass im Eintrittspreis ein Verzehrgutschein enthalten war. Im Vorverkauf konnte man sich sogar 2 Verzehrgutscheine sichern.

Da wir gerade bei den Preisen sind, entgegen dem Eintrittspreis an sich, konnten sich die Preise für die Speisen echt sehen lassen. Egal ob beim Maid Cafe, den japanischen Hausfrauen oder dem Imbiss der Sakana selbst empfand ich nichts davon als zu teuer. Ich mein, 1,50 € für einen Schinkenkäsetoast ist ein Witz. Immerhin befanden sich auf diesem Toast Schinken, Käse, Salat, Zwiebel und Remoulade oder was das war. Die Nudelsuppe kostete auch nur 1,50 €. Zwar handelte es sich dabei vermutlich um die bekannten Fertigpackungen, aber man konnte seine Suppe mit Lauch, Kraut, Möhren, Ei, Tofu und Gewürz aufpeppen.

Nun aber genug der Vorworte und auf zum eigentlichen Bericht. Für mich begann die Sakana am Freitag mit dem Aufbau meines Standes und der Vorbereitung des Workshopraumes. Ich habe diesmal sogar daran gedacht Vorabfotos zu machen hihi.

Wie ihr sehen könnt, hatte ich dieses Jahr reichlich Platz. Ok, 2015 und 2016 nicht weniger, aber bedingt durch den veränderten Standaufbau und die neue Platzierung, fühlte es sich anders an als sonst. Problem an der Sache: Je mehr Platz, umso mehr Optionen. Dementsprechend zog sich der Aufbau natürlich in die Länge. Ihr wisst schon,  von A nach B schubsen, dann doch wieder zurück oder ganz woanders hin. Eben das übliche Chaos. Irgendwann hatte ich es jedoch geschafft, mir letzte Infos notiert und konnte den Heimweg antreten, um am nächsten Morgen relativ ausgeschlafen wieder auf der Bildfläche zu erscheinen.

Apropos, da es mir in dem Zusammenhang auffällt und ich es für wichtig erachte, Thema Aussehen. Natürlich entscheidet jeder selbst, was er trägt, ob er sich schminkt und so manches mehr. Jedoch ist es als Händler in meinen Augen umso wichtiger diesen Gedanken zu einem gewissen Teil zu ignorieren. Ich gebe offen zu selbst bereits ungeschminkt auf einem Event gewesen zu sein, aber prickelnd ist es nicht. Es muss kein Mega-Make-Up sein, ebenso wenig ein Abendkleid oder dergleichen. Hübsch angezogen und leichtes Make-Up  – fertig. Ich fühle mich besser, strahle das entsprechend aus und vermeide so auf Fotos auszusehen wie der letzten Honk. (Von dennoch unpassenden Winkeln und so mal abgesehen.)
Erfahrungsgemäß sind die Nächte vor und während Events eher kurz, da liegt es in meiner Verantwortung dem Kunden nicht gerade, um es überspitzt auszudrücken, eine lebende Leiche vorzusetzen. Glaubt mir, der Unterschied ist gewaltig. Ist man als Aussteller zugleich Cosplayer, bietet sich eine Verbindung beider Welten an. Achtet jedoch bitte trotzdem auf eure Gesundheit. Es bringt absolut nichts, wenn ihr DAS Megacosplay auspackt, aber am Ende zusammenklappt oder euer Gepäck nicht vom Fleck bewegen könnt. (Gilt auch für Autofahrer!)

Zurück zum Event selbst und meinen Eindrücken. Ich wusste anhand der Erfahrungen der letzten Jahre, dass es schwierig werden würde und leider sollte sich dieser Eindruck bestätigen. Versteht mich nicht falsch, finanziell gesehen lief es um einiges besser als 2015-2016, jedoch ist der kleckerhafte Besucherstrom überaus anstrengend. Für mich als Verkäufer fühlt es sich so an, als würde gar nichts passieren, obwohl etwas geschah. Natürlich freute ich mich dennoch über jeden Besucher, jeden Einkauf, all die lieben Worte und die zahlreichen Komplimente sowie bewundernden Blicke. Denn, so zumindest meine Meinung, schlimmer als fehlende Einnahmen, ist nicht bemerkt zu werden. Vielen Dank an euch. Danke dafür, dass ihr mich spüren lasst auf dem richtigen Weg zu sein. Danke, dass ihr mir den Mut gebt mich zu entwickeln. Danke, dass ihr bis zum Eventende immer wieder bei mir vorbei gekommen seid.

Neben meinem Stand, durfte ich im Rahmen der Sakana Matsuri einen Workshop leiten. Leider kann ich euch keine Fotos der fertigen Exemplare zeigen, jedoch zumindest den Raum selbst. Ihr seht, reichlich Platz für nähwütige Teilnehmer. Doch, gerade jene stellten sich als Knackpunkt heraus. Wieso? 3 €. Diese bescheidene Summe war Bedingung, um teilnehmen zu können. 3 Euro, die nicht zur persönlichen Bereicherung dienten, sondern zur Anschaffung für künftiges Material. Trotzdem verscheuchte genau dieser geringe Betrag Interessenten.
Wisst ihr wie mies sich das für mich als Leiter anfühlt? Wie weh mir so was tut? Klar, nicht jeder hat Geld. Ebenso kann sich der eine oder andere selbst etwas für 3 € nicht leisten. Alles kein Ding. Aber, reinkommen und schon nach dem Material greifen, aber abhauen sobald der Preis genannt wird – ich spare mir weitere Erklärungen. Die Teilnahmegebühr wurde vorher durch die Con selbst vermeldet und von mir zusätzlich mehrfach erwähnt. Glaubt mir, kein schönes Erlebnis. Hoffentlich passiert mir genau das nicht wieder.
Selbstredend besten Dank an meinen einzigen Teilnehmer, deine Geduld und für unser schönes Dauergespräch. Ich konnte mich schon lange nicht mehr so ausführlich auf einzelne Schüler konzentrieren. Schön, dass du durchgehalten hast. Viel Freude mit deinem kleinen Freund.

Danken möchte zusätzlich meinem Helferlein Ash, eine sehr liebe Person und ganz tolles Mädel. Du hast dich tapfer geschlagen, warst ständig da, hast dich jeweils ordnungsgemäß abgemeldet und mit mir geredet. Für mich ist es Luxus, echter Luxus, einen Dauerhelfer zu haben. Ihr müsst wissen, im Normalfall ist ein Helfer nur zeitweise bei mir, eben während der Kurse oder meiner Pausen. Ich bin Ash daher allein bereits deswegen sehr dankbar. Klasse, dass du dich vor dem Abbau ebenfalls nicht gedrückt hast. Dank dir erledigte sich dieser bedeutend schneller als normalerweise. 4 Hände schaffen eben doch mehr als 2.

Mein Gesamtfazit zur Sakana Matsuri 2018:

1. Pro
– lecker Essen zu angenehmen Preisen
– viel Platz als Händler
– freie Standgestaltung
– friedliche Besucher
– vorab verstärkt Werbung durch Postings
– immer erreichbare Orga
– angenehm warme Halle für Händler
– freier Eintritt für den Standhelfer
– Konzentration auf einzelne Schüler bei Kursen
– als Händler Aufbau am Vortag möglich
– je nach Verwurzelung in der Szene, Treffpunkt für viele Bekannte

2. Kontra
– Eintrittspreis
– schnell durch
– Entfernung je nach Wohnort
– schwindende Schüler bei Kursen mit Gebühr

3. Beides
– klein und gemütlich
– alles in einem Gebäude

Ich werde die Sakana Matsuri 2018 in guter Erinnerung behalten und das aus diversen Gründen. Solltet ihr noch Fragen haben, dann ab damit in die Kommentare. Ich schwelge derweil weiter in Erinnerungen. Vielleicht bin ich nächstes Jahr wieder dabei. Bis dahin könnt ihr euch mein Standvideo ansehen oder einen coolen Conbericht über die Facebookseite der Sakana.

 

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